Rückblick: Vortrag zum Thema "Funkensender"
Es zeugt von unglaublicher Leidenschaft und Neugierde, dass ein Siebzehnjähriger im elterlichen Garten eine Schaltung zur Verstärkung eines Radiosignals aufbaut, mit dem Effekt, plötzlich Radio Melbourne aus dem entfernten Australien zu empfangen.
Der leidenschaftliche Hobbyfunker Herr Roggensack beleuchtete am 17.2. den Schülern der Leistungskurse Physik und allen Interessierten auf eindrucksvolle Art und Weise die Funktion und Geschichte des Funkensenders.
Von Faraday über Gauß, Maxwell bis Marconi rollte er die Entwicklungsgeschichte der drahtlosen Informationsübertragung bis zum zweiten Weltkrieg auf.
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die erste Telegraphenleitung in Betrieb genommen und rasch begann der Gebrauch des altbekannten Morsealphabets. Marconi schließlich nutze die Erkenntnis, dass elektrische Funken Hochfrequenzen im UKW- Bereich erzeugen. Durch die Verknüpfung eines Senders und eines Empfängers (Fritter) gelang es, zunächst kurze Distanzen wie über den Ärmelkanal zu überbrücken. Unter Zuhilfenahme immer größer werdender Kondensatoren erzielte man 1901 schließlich den Durchbruch mit der ersten transatlantischen Funkübertragung von Großbritannien nach Neufundland.
Herrn Roggensacks Vortrag blieb aber keineswegs nur bei der Theorie:
Zunächst führte er den Aufbau eines solchen Funkensenders vor.
Anschließend zeigte er zusammen mit Herrn Göpel die Bedienung eines
solchen Funkensenders. Mit dem Empfänger im Nebenraum hatte nun jeder
Schüler einmal die Möglichkeit, dass „Piepen“ selbst zu hören und die
Funktionsweise direkt nachzuvollziehen.
Die Schüler hat Herr Roggensack mit seiner Begeisterung für die
drahtlose Informationsübertragung förmlich angesteckt und es war ihnen
möglich, den Physikunterricht einmal auf eine ganz andere Weise zu
erleben.
Neben den Leistungskurslern der 12. und 13. Klasse ließen sich auch einige 11er die Möglichkeit eines solchen Vortrags nicht entgehen. Am Ende waren sich alle einig: Radio Melbourne und die anderen faszinierenden Effekte rund um das Prinzip einer derartigen drahtlosen Informationsübertragung würden sie so schnell nicht vergessen.